Diesmal wird anders gereist.

Kein Wohnmobil. Kein Michi. Keine Fahrt ins Blaue.

Diesmal verreisen Mama und ich. ❤️

Meine Mama ist 80, ich bin 58 – und gemeinsam wollen wir für ein paar Tage Lissabon entdecken.

Ich habe mich schon lange darauf gefreut. Und ein guter Teil der letzten Woche war deshalb von Vorfreude auf unsere Reise gefüllt.

Es wurde gepackt.

Gewogen.

Umgepackt.

Noch einmal gewogen.

Wieder etwas herausgenommen.

Und natürlich noch einmal gewogen. 🤣

Irgendwann war es tatsächlich geschafft:

Zwei Koffer. Jeweils maximal 10 Kilo.

Fertig gepackt und bereit für unser Abenteuer Lissabon.

Am Samstag am frühen Nachmittag ging es los Richtung Wien zum Flughafen.

Das Auto am Mazur-Parkplatz abgestellt, mit dem Shuttle zur Abflughalle – und plötzlich war es tatsächlich so weit.

Wir saßen im Flugzeug nach Portugal.

Mama und ich. ❤️

Und los geht’s!

Ganz pünktlich wollte unser Abenteuer allerdings nicht beginnen.

Mit ungefähr 30 Minuten Verspätung hob unser Flieger schließlich in Wien ab.

Der Flug selbst war ruhig und angenehm und etwa dreieinhalb Stunden später landeten wir wohlbehalten in Lissabon.

Und auch unsere beiden mühsam auf maximal 10 Kilo hin- und hergepackten Koffer waren da. 🤣

Also alles bestens gelaufen!

Ich bestellte uns einen Bolt und wenig später waren wir unterwegs zu unserem Zuhause für die nächsten Tage:

dem Lisboa City Hollywood Hotel.

Ein gemütliches Haus, bei dem der Name Programm ist. Überall findet sich ein bisschen Hollywood – in der Ausstattung und in der Dekoration.

Uns gefällt’s.

Viel mehr stand für diesen Samstag allerdings nicht mehr auf dem Programm.

Ankommen.

Koffer abstellen.

Ein bisschen orientieren.

Und dann:

Ab ins Bett.

Schließlich mussten wir uns ausrasten.

Denn am nächsten Morgen wartete Lissabon auf uns.

Und vor allem …

die berühmten Hügel von Lissabon. 😬🤣

Der erste Morgen in Lissabon

Wir haben richtig gut geschlafen und sind am nächsten Morgen putzmunter – und mit Bärenhunger aufgewacht.

Beste Voraussetzungen für unseren ersten Tag in Lissabon. 😄

Nach der morgendlichen Toilette ging es erst einmal zum Frühstück.

Und wo frühstückt man in einem Hollywood-Hotel?

Natürlich bei Tiffany’s. 🤣

Nach einem ausgiebigen Frühstück waren wir gestärkt und bereit für die Stadt.

Also los!

Zu Fuß ging es nur einmal ums Eck zur Metrostation.

Dort stand gleich die erste kleine Herausforderung des Tages an:

Wie kommen wir jetzt zu einem Ticket?

Zum Glück ging uns eine sehr nette Mitarbeiterin der Metro zur Hand. Wenig später hielten wir unsere frisch erworbenen Fahrscheine in der Hand und konnten starten.

Unser erstes Ziel:

Rossio.

Und damit ging es jetzt wirklich los.

Mama und ich erobern Lissabon. 🇵🇹❤️

Und plötzlich sind wir mittendrin

Hinaus aus den Tiefen der Metro und zurück ans Sonnenlicht.

Und schon stehen wir mitten in Lissabon.

Vor uns liegt die Praça da Figueira mit einem großen Reiterdenkmal.

Auf dem Pferd sitzt König João I., der Ende des 14. Jahrhunderts König von Portugal wurde und die Avis-Dynastie begründete.

Rund um den Platz scharen sich kleine Verkaufsbuden.

Kunsthandwerk, Naschereien, deftiges Essen und allerlei Kunst und Kitsch werden angeboten.

Natürlich schlendern wir erst einmal durch den hübschen Markt.

Schauen hier.

Bleiben dort stehen.

Wir haben schließlich Urlaub. 😉

Ein Stück weiter wartet schon der nächste große Platz auf uns:

der Rossio, offiziell Praça de Dom Pedro IV.

In seiner Mitte steht eine hohe Säule und ganz oben ein Mann, der über die Stadt blickt.

Pedro IV.

König von Portugal – und als Pedro I. gleichzeitig der erste Kaiser des unabhängigen Brasilien.

Sein Blick geht Richtung Tejo.

Also folgen wir ihm einfach. 😉

Durch die belebte Rua Augusta geht es Richtung Fluss.

Gastgärten, Geschäfte, hübsche Auslagen und jede Menge Menschen.

Und dann steht er plötzlich vor uns:

der Arco da Rua Augusta.

Ein riesiger steinerner Triumphbogen mit gewaltigen Figuren hoch über unseren Köpfen.

Dahinter öffnet sich der Blick auf die Praça do Comércio.

Ein riesiger Platz.

Und dahinter:

der Tejo.

Jetzt sind wir wirklich in Lissabon angekommen. 🇵🇹❤️

Ein Elefant und eine Piña Colada am Tejo

Auf der Praça do Comércio gibt es natürlich noch einiges zu sehen.

Mitten auf dem riesigen Platz steht das Reiterdenkmal von König José I.

Ein mächtiges Pferd, ein König – alles sehr eindrucksvoll.

Aber was fällt mir auf?

Da ist ein Elefant! 🤣🐘

Wer meine kleine Elefantensammlung kennt, weiß: Den kann ich natürlich nicht übersehen.

Wir überqueren die Straße und dann stehen wir wirklich am Tejo.

Und der beeindruckt mich.

Natürlich weiß man, dass hier ein Fluss durch Lissabon fließt. Aber wenn man tatsächlich davorsteht, ist diese unglaubliche Weite noch einmal etwas ganz anderes.

Fast wie am Meer.

Direkt vor uns ragen zwei steinerne Säulen aus dem Wasser. Wir stehen am Cais das Colunas, dem Säulenkai am Rand der Praça do Comércio.

Und dann entdecken wir einen bunten Stand.

Pause?

Unbedingt.

Es gibt Piña Colada.

Für uns Mädels natürlich in der Virgin-Variante. 😉🍍

Serviert wird sie stilecht in einer Ananas.

Und so sitzen Mama und ich an unserem ersten Vormittag in Lissabon am Tejo, vor uns die Säulen im Wasser, in der Hand unsere Ananas und rundherum diese wunderbare Stadt.

Wir schauen aufs Wasser.

Trinken unsere Piña Colada.

Und lassen Lissabon erst einmal auf uns wirken.

So kann ein erster Urlaubstag gerne beginnen. ❤️🇵🇹

Immer dem Tejo entlang

Nach unserer Pause spazieren wir am Fluss entlang.

In der Ferne sehen wir eine große rote Brücke.

Die erinnert aber schon ziemlich an San Francisco!

Es ist die Ponte 25 de Abril, die sich weit über den Tejo spannt.

Auch am Ufer gibt es wieder einen kleinen Markt und überhaupt scheint in der Stadt einiges los zu sein.

Kein Wunder.

Lissabon bereitet sich auf den 5. Oktober vor. An diesem Tag erinnert Portugal an die Ausrufung der Republik im Jahr 1910.

Wir schlendern ein bisschen durch den Markt und machen uns anschließend wieder auf den Weg Richtung Rossio.

Zumindest ist das der Plan.

Denn besonders weit kommen wir nicht. 🤣

Ein Museum über Geld?

Unterwegs entdecken wir das Museu do Dinheiro – das Geldmuseum.

Hmm.

Ein Museum über Geld?

Kann man sich ja einmal anschauen.

Also rein!

Und damit haben wir schon wieder etwas gefunden, das ursprünglich überhaupt nicht auf unserem Plan stand.

Wir schlendern durch die Ausstellung und bleiben vor allem bei den alten Münzen hängen.

Erstaunlich, wie kunstvoll und aufwendig Münzen schon Jahrhunderte vor Christi Geburt gestaltet wurden. Winzige Kunstwerke, geprägt zu einer Zeit, die für uns heute kaum noch vorstellbar ist.

Und irgendwie passt so ein Museum auch perfekt nach Portugal.

Ein Land, dessen Geschichte über Jahrhunderte eng mit Handel, Seefahrt und Verbindungen in alle möglichen Teile der Welt verknüpft war.

Im Museum selbst versteckt sich sogar noch ein Stück viel älteres Lissabon: Reste der mittelalterlichen Stadtmauer sind hier erhalten geblieben.

Wir schauen, staunen und schlendern weiter.

Und irgendwann kommen wir an einen Punkt, der ebenfalls unsere volle Aufmerksamkeit verdient:

das Café. 🤣☕

Kaffee für uns beide.

Hinsetzen.

Pause.

Schließlich haben wir an unserem ersten Tag noch einiges vor uns.

Und wir haben ja beschlossen, Lissabon nicht im Laufschritt zu erobern. 😉

Tram 28 – theoretisch zumindest 🤣

Gleich hinter dem Geldmuseum entdecken wir eine Haltestelle der berühmten Tram 28.

Perfekt!

Mit der wollen wir sowieso fahren.

Allerdings hatten diese Idee offenbar noch ein paar andere Menschen. 🤣

Die erste Straßenbahn kommt.

Voll.

Wir lassen sie fahren.

Die zweite kommt.

Auch voll.

Die lassen wir ebenfalls fahren.

Irgendwann beschließen wir, dass wir Lissabon auch ohne Sardinenbüchsen-Erlebnis kennenlernen können. 😉

Also gehen wir zu Fuß weiter.

Unser nächstes Ziel steht ohnehin fest:

Hard Rock Café.

Denn inzwischen gibt es gleich zwei sehr gute Gründe, dort hinzukommen.

Erstens:

Ich brauche mein Lissabon-T-Shirt für meine Sammlung. 🤣

Und zweitens:

Wir brauchen etwas zu essen!

Also machen Mama und ich uns wieder auf den Weg.

Zumindest eine Zeit lang.

Denn irgendwann melden sich unsere Füße ziemlich eindeutig zu Wort.

Für heute reicht’s mit Gehen.

Also bestelle ich uns einen Bolt und wir lassen uns den Rest des Weges gemütlich chauffieren. 😉

Theater, ein Obelisk und das Hard Rock Café

Das Hard Rock Café liegt direkt an der Praça dos Restauradores.

Mitten auf dem Platz steht ein hoher Obelisk. Er erinnert daran, dass Portugal 1640 nach 60 Jahren unter spanischer Herrschaft seine Unabhängigkeit wiedererlangte.

Und irgendwie habe ich hier das Gefühl:

Da waren doch auch Theater?

Tatsächlich!

Direkt am Platz steht das ehemalige Teatro Éden, dessen auffällige Art-déco-Fassade bis heute erhalten ist.

Und sogar unser eigentliches Ziel hat Theatergeschichte:

Im Gebäude des heutigen Hard Rock Cafés befand sich früher das Cinema Condes – und davor das Teatro Condes.

Mein Gefühl hat mich also nicht getäuscht. 😉

Aber genug Kultur für den Moment.

Jetzt brauche ich mein T-Shirt.

Und wir beide brauchen dringend etwas zu essen. 🤣

Tram 28 – wenigstens auf dem T-Shirt

Natürlich werde ich fündig.

Und nicht mit irgendeinem Lissabon-Shirt.

Auf meinem ist die Tram 28 drauf! 🤣

Nachdem wir vorher zwei völlig überfüllte Exemplare davon ohne uns weiterfahren lassen mussten, finde ich das ziemlich passend.

Wenn ich schon nicht mit ihr fahre, kann ich sie wenigstens anziehen. 😉

T-Shirt erledigt.

Jetzt fehlt nur noch das Essen.

Mama entscheidet sich für ein halbes Hähnchen und für mich gibt es eine große Salatschüssel mit gegrilltem Huhn.

Und auch diesmal bestätigt sich:

Im Hard Rock Café weiß man einfach, was man bekommt.

Sehr lecker!

Wir sitzen gemütlich, essen und gönnen unseren Füßen eine ausgiebige Pause.

T-Shirt gekauft.

Bäuche voll.

Füße wieder halbwegs versöhnt.

Was will man mehr? 😄

Für heute reicht’s!

Nach dem Essen stellt sich nur noch eine Frage:

Bolt oder Metro?

Wir entscheiden uns für die Metro.

Inzwischen sind wir ja schließlich schon fast Profis. 😉

Mit der blauen Linie geht es eine Station bis Baixa-Chiado, dort steigen wir in die grüne Linie um und fahren zurück Richtung Hotel.

Und dann ist wirklich genug für heute.

Wir haben an unserem ersten richtigen Tag schon einiges von Lissabon gesehen, sind am Tejo entlangspaziert, haben Märkte entdeckt, ein Geldmuseum besucht, zwei überfüllte Tram 28 vorbeifahren lassen, eine Virgin Piña Colada aus der Ananas getrunken und natürlich mein obligatorisches Hard-Rock-Café-T-Shirt erstanden.

Für einen ersten Tag gar nicht schlecht. 😄

Im Hotel stoßen Mama und ich noch mit etwas an, das verdächtig an einen Hugo erinnert.

Auf unseren ersten Tag in Lissabon. 🥂❤️

Danach kuscheln wir uns ins Bett.

Und das ist auch gut so.

Denn morgen heißt es:

Früh aufstehen!

Um 8 Uhr werden wir abgeholt.

Unser Ziel:

Sintra und Cascais. 🇵🇹

Mal schauen, was uns dort erwartet. 😉

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