Im letzten Beitrag waren wir eigentlich auf dem Weg nach Chalkidiki.
Eigentlich.
Dann bogen wir beim Kilometerstein 119 einfach links ab, fuhren hinunter zum Meer und standen plötzlich da.

Kilometerlanger Strand.
Fast keine Menschen.
Ein paar Wohnmobile in angenehmem Abstand.
Und das Meer wirklich nur einen Schritt entfernt.
Michi und ich schauten uns an und wussten sofort:



Genau DAS ist unser Strand!
Hier bleiben wir!!! 🌊❤️
Drei Tage für fast gar nichts
Und das taten wir auch.
Drei herrliche Tage lang.
Drei Tage, an denen eigentlich überhaupt nichts passiert ist.
Und genau das war wunderbar.
Schwimmen.
Strandspaziergänge.
Karten spielen.
Kochen.
Und sonst?
Nix.
Nur hin und wieder kamen ein paar Einheimische zum Baden an den Strand. Sie blieben eine Weile und verschwanden wieder.
Dann gehörten das Rauschen des Meeres, der Sand und diese wunderbare Ruhe wieder uns.
Nach den vielen Kilometern, Städten, Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen der letzten Wochen tat das richtig gut.
Und ganz nebenbei entstand hier auch etwas Neues.
Birgits Wohnmobilküche
An diesem Strand entstanden nämlich meine ersten beiden Rezepte für Birgits Wohnmobilküche.
Nicht, weil ich mir vorgenommen hatte, ausgerechnet hier ein neues Projekt zu starten.
Sondern weil gekocht werden musste. 🤣
Mit dem, was im Wohnmobil vorhanden war, ohne viel Geschirr, möglichst ohne Waage und so, dass es trotzdem richtig gut schmeckt.
Genau so, wie Wohnmobilküche für mich sein soll.
Dass daraus vielleicht einmal mehr wird, ist eine andere Geschichte. 😉
Aber die ersten beiden Rezepte haben jedenfalls ihren Ursprung an einem ziemlich einsamen Strand irgendwo in Griechenland.
Es gibt schlechtere Plätze für neue Ideen. ❤️
Warum verlässt man so einen Platz freiwillig?
Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich:
Warum um alles in der Welt bleibt man an so einem Platz nur drei Nächte?
Tja.
Das Ganze war nicht geplant. 🤣🤣🤣
Und dementsprechend gingen irgendwann unsere Vorräte zur Neige.
Essen aus.
Wasser aus.
Und – besonders dramatisch –
Bier aus. 🍺🤣
Das nächste Geschäft war sogar mit dem Fahrrad zu weit entfernt.
Und außerdem hatten wir zu diesem Zeitpunkt ohnehin nur noch ein funktionierendes Fahrrad.
Das zweite war ja nach unserer Begegnung mit den Dornen beim Baumwollfeld noch immer kaputt.
Also blieb uns nichts anderes übrig.
Auf Wiedersehen, perfekter Strand.
Es war wunderschön!
Mission Fahrradreparatur – nächster Versuch
Weiter ging es Richtung Asprovalta.
Michi hatte dort ein Fahrradgeschäft gefunden und diesmal sollte das Rad endlich repariert werden.
Google sagte:
Geöffnet.
Die Aufschrift an der Tür sagte:
Geöffnet.
Die Tür selbst sagte:
Nö.
🤣🤣🤣
Wir hatten mit dieser Fahrradreparatur offensichtlich kein Glück.
Dabei hatten wir es inzwischen wirklich oft genug versucht.
Also blieb das Rad kaputt und wir fuhren weiter.
Unser Ziel kannten wir ohnehin schon.
Camping Mitari, knapp unterhalb von Nikiti.
Genau dorthin hatten wir eigentlich schon drei Tage zuvor fahren wollen.
Dann war uns halt dieser Strand dazwischengekommen. 😉
Und plötzlich geht es ganz einfach
Natürlich konnte ich es trotzdem nicht lassen, unterwegs noch einmal nach einer Fahrradwerkstatt zu suchen.
Und tatsächlich fand ich in Nikiti eine.
Nix wie hin!
Der Besitzer war supernett.
Er sprach allerdings kein Wort Englisch.
Und schon gar kein Deutsch.
Wir wiederum kein Griechisch.
Also beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Fahrradreparatur. 🤣
Aber wozu gibt es Google Übersetzer?
Dazu noch Hände und Füße und irgendwie versteht man sich dann doch.
Und nach all unseren erfolglosen Versuchen in Kavala und Asprovalta passierte plötzlich das Unglaubliche:
15 Minuten später war das Fahrrad repariert.
Einfach so.
Rad wieder montiert.
Und weiter ging es.
Erste Reihe, bitte!
Am Camping Mitari angekommen, hatten wir dann richtig Glück.
Wir bekamen einen Stellplatz in der ersten Reihe mit Blick aufs Meer.

Echt toll!
Nach drei Tagen fast alleine am Strand waren wir also wieder auf einem Campingplatz.
Aber wenn Campingplatz, dann bitte so. 🌊❤️
Und das Beste:
Wir hatten wieder zwei funktionierende Fahrräder!
Das musste natürlich ausgenutzt werden.
Auf nach Neos Marmaras
Also machten wir uns mit den Rädern auf den Weg nach Neos Marmaras.



Ich hatte mir ehrlich gesagt ein bisschen mehr davon erwartet.
Der Ort war sehr touristisch und hatte wenig von dem Griechenland, das ich im Kopf habe und so gerne mag.
Irgendwie wenig schmuck.
Aber es gab guten Kaffee, wir waren wieder gemeinsam mit den Rädern unterwegs und in Summe war es ein netter Ausflug.
Das eigentliche Highlight kam ohnehin noch.
Ein Pirat zum Abendessen
Wir kehrten im Pirat ein.
Die Bewertungen waren richtig gut und dementsprechend hatten wir uns schon einiges erwartet.
Und diesmal stimmten Bewertungen und Wirklichkeit tatsächlich überein.




Das Essen war super!
Dazu kam der Küchenchef.
Der sieht nämlich ein bisschen aus wie Blackbeard – nur in weißhaarig. 🤣🏴☠️
Seine Frau kümmert sich um den Service und spricht sage und schreibe sechs Sprachen.
Und zusätzlich noch ein wenig Deutsch.
Sechs!
Ich war schwer beeindruckt.
Vor allem wenn man selbst Deutsch, ein bisschen Englisch und noch weniger Spanisch im Angebot hat. 🤣
So wurde aus einem Ort, der uns eigentlich gar nicht besonders begeistert hatte, doch noch ein richtig schöner Ausflug.
Manchmal reicht eben gutes Essen.
Und ein weißhaariger Pirat. 🏴☠️🤣
Nach Hause? Ja. Aber …
Am nächsten Morgen mussten wir Camping Mitari verlassen.
Und eigentlich ist inzwischen klar:
Unsere Reise neigt sich dem Ende zu.
Nach Hause wollen wir ja schön langsam.
Aber da gibt es ein kleines Problem.
Das Meer.
Das wollten wir nämlich noch nicht verlassen. 😉
Also hatte ich natürlich schon vorher recherchiert.
Nur wenige Kilometer weiter gab es mit Camping Scala Village noch eine Möglichkeit, das Wochenende am Meer zu verbringen.
Perfekt.
Also zusammenpacken und los.
Wir waren auch wirklich gut vorbereitet.
Fast.
Das WC zu leeren haben wir vergessen.
Einkaufen auch.
🤦♀️🤣
Was soll’s.
Dafür hatten wir bei der Ankunft wieder einmal richtig Glück.




Erste Reihe. Fußfrei!
Aus dem Stellplatz raus.
Fünf Schritte über die Straße.
Und da ist es:
Strand und Meer. 🌊❤️
Hier bleiben wir jetzt über das Wochenende.
Noch einmal schwimmen.
Noch einmal am Strand entlanggehen.
Karten spielen.
Kochen.
Aufs Meer schauen.
Und möglichst wenig müssen.
Danach geht es wirklich Richtung Heimat.
Wirklich.
Aber bis dahin …




